Der deutsche Bildungsetat liegt mit 5,2 % des Bruttoinlandprodukts unter dem OECD-Durchschnitt von 5,8 %. Für den Primar- und Sekundarbereich liegen die Ausgaben in Deutschland bei 3,2 %, im OECD-Durchschnitt bei 3,8%. (OECD-Studie 2007).
Dem Philologenverband zufolge fallen in Deutschland jede Woche eine Million Unterrichtsstunden aus.
Ein Achtjähriger erhält in Deutschland 627 Unterrichtsstunden im Jahr - im OECD-Durchschnitt sind es 769 Unterrichtsstunden und damit 142 Stunden mehr. (OECD-Studie 2007)
Das Betreuungsverhältnis Lehrer - Schüler ist in Deutschland schlechter als im OECD-Durchschnitt: In der Grundschule kommen in Deutschland auf einen Lehrer 19 Grundschüler (OECD-Schnitt: 1 zu 17). (OECD-Studie, 2007)
Die Durchlässigkeit der Schulsysteme ist vor allem eine Durchlässigkeit nach unten, also in die „rangniedrigere“ Schulform: 77 % der Wechsler sind Absteiger (12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, 2005), in NRW waren es im Schuljahr 2005/2006 sogar 90% (Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW).
Deutschland gehört zu den Staaten mit den meisten Sitzenbleibern: Jedes Jahr schaffen über 250.000 der neun Millionen Schülerinnen und Schüler die Versetzung nicht, d.h. fast 2,8 Prozent. (Statistisches Bundesamt 2003)
250.000 Klassenwiederholer binden 16.000 Lehrerstellen und kosten allein hierdurch 840 Mio EUR. (Himmelrath, Abschied vom Gymnasium?, 2005)
Die Sitzenbleiber verursachen auch durch den verspäteten Eintritt in Studium und Beruf und durch die sonstigen Folgekosten jährlich Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. (Statistische Bundesamt 2003)
Zu den Sitzenbleibern kommen in Deutschland jedes Jahr rund 200.000 Schüler, d.h. 2,2% der Schülerinnen und Schüler, die die Schule wechseln müssen oder sie ganz abbrechen. (Himmelrath, Abschied vom Gymnasium?, 2005)
Etwa 220.000 Schüler von zirka einer Million Absolventen verlassen jedes Jahr die Schule, ohne über eine ausreichende Ausbildungsreife zu verfügen, obgleich die Mehrzahl von ihnen über einen formalen Bildungsabschluss verfügt. (Institut der Deutschen Wirtschaft, 2005)
Die Abbrecher an den allgemein bildenden Schulen kosten den Staat rund 660 Millionen EUR im Jahr. (Wirtschaftswoche 20/2006)
Die Gesamtkosten für das Versagen des Schulsystems belaufen sich auf sieben Milliarden Euro. (Institut der Deutschen Wirtschaft, 2005, sowie 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, 2005)